Schlaf­apnoe Behand­lung: Alles Wis­sens­wer­te zu gefähr­li­chen Atem­aus­set­zern im Schlaf

Schlaf­apnoe ist nicht gleich­zu­set­zen mit ein­fa­chem Schnar­chen, denn wäh­rend die unan­ge­neh­men Atem­ge­räu­sche für sich allei­ne meist harm­los sind, ist die Schlaf­apnoe eine ernst­zu­neh­men­de Krank­heit. Typisch für eine Schlaf­apnoe sind Atem­aus­set­zer. Unbe­han­delt kann eine Schlaf­apnoe zu Herz-Kreis­lauf-Erkran­kun­gen füh­ren, die mit einer deut­lich ver­kürz­ten Lebens­er­war­tung einhergehen.

Wer allei­ne schläft, bemerkt meist Schnar­chen oder Atem­aus­set­zer nicht. Dann gilt es auf ande­re Schlaf­apnoe Sym­pto­me zu ach­ten, so zum Bei­spiel Tages­mü­dig­keit oder Kopf­schmer­zen am Mor­gen. Ins­ge­samt lei­den rund acht Pro­zent der Deut­schen unter Schlaf­apnoe, dabei sind beson­ders Män­ner über 45 Jah­re betrof­fen. Eine Schlaf­apnoe Behand­lung erfolgt je nach Schwe­re­grad mit einer spe­zi­el­len Mas­ke und einem Schlaf­apnoe Gerät oder mit spe­zi­el­len Zahnschienen.

Was ist Schlaf­apnoe? Dia­gno­se, Sym­pto­me, Ursa­che, Behandlung

Schlaflabor

Eine Schlaf­apnoe cha­rak­te­ri­siert sich dadurch, dass neben dem Schnar­chen der Atem peri­odisch aus­setzt. Dabei wir­ken ver­schie­de­ne Ursa­chen zusam­men. Die häu­figs­te Form der schlaf­be­zo­ge­nen Atem­stö­rung ist die obstruk­ti­ve Schlaf­apnoe, wobei der Rachen kol­la­biert und zwi­schen­zeit­lich kei­ne Luft mehr in die Lun­ge kommt.

Im Tief­schlaf ist es nor­mal, dass die Rachen­mus­ku­la­tur erschlafft. Bei ana­to­mi­scher Enge des Rachens oder Fett­ein­la­ge­run­gen im Hals­be­reich kann es zu einer Ver­en­gung des Rachens bis hin zu einem voll­stän­di­gen Ver­schluss kom­men. Dadurch kommt kei­ne oder zu wenig Luft in die Lun­ge. Das hat zur Fol­ge, dass der Sau­er­stoff­ge­halt im Blut absinkt. Dies wie­der­um führt zu einer Weck­re­ak­ti­on im Gehirn und man kommt aus dem Tief­schlaf in den leich­ten Schlaf. Jetzt bekommt die Rachen­mus­ku­la­tur wie­der mehr Span­nung, der Rachen öff­net sich wie­der und das typi­sche Schnarch­ge­räusch ent­steht. Durch die erneu­te Luft­zu­fuhr erholt sich der Kör­per wie­der und es tritt erneut eine Tief­schlaf­pha­se ein. Nun beginnt das Gan­ze wie­der von vorn: die Mus­ku­la­tur erschlafft, der Rachen kol­la­biert, mit dem Scharch­ge­räusch wird er wie­der geöff­net und so wei­ter. Wenn sich das in der Nacht ste­tig wie­der­holt, spre­chen Medi­zi­ner von obstruk­ti­ver Schlafapnoe.

Schnar­chen Sie und möch­ten Sie sich auf Schlaf­apnoe oder eine ande­re Lun­gen­krank­heit unter­su­chen las­sen? Rufen Sie uns ein­fach an unter 089–41 31 3 777 oder benut­zen Sie unser Kontaktformular.

Schlaf­apnoe Sym­pto­me: Dar­an erken­nen Sie Schlafapnoe

Das häu­figs­te Schlaf­apnoe Sym­ptom ist Schnar­chen, nicht jeder Schnar­cher hat jedoch eine Schlaf­apnoe. Da bei Schlaf­apnoe nicht aus­rei­chend Tief­schlaf erreicht wird, besteht tags­über Müdig­keit mit Ein­schlaf­nei­gung und man­geln­de Leis­tungs­fä­hig­keit. Wei­ter stel­len die Weck­re­ak­tio­nen einen sehr star­ken Stress für den Kör­per dar, bei dem viel Adre­na­lin aus­ge­schüt­tet wird. Besteht die Schlaf­apnoe über Jah­re, sind ein hoher Blut­druck sowie eine erhöh­te Wahr­schein­lich­keit für Schlag­an­fall und Herz­in­farkt die Folge.

Aus die­sem Grund ist es wich­tig, Schlaf­apnoe Sym­pto­me ernst zu neh­men und mög­lichst früh ent­ge­gen­zu­steu­ern. Denn dadurch las­sen sich etwa­ige Fol­ge­er­kran­kun­gen vermeiden.

Schlaf­apnoe Dia­gno­se: Scree­ning statt Selbsttest

Die Dia­gno­se Schlaf­apnoe kann mit­tels einer ambu­lan­ten Poly­gra­phie gestellt wer­den. Hier­bei schläft der Pati­ent zu Hau­se mit einem Gerät, das in der Nacht Wer­te wie die Sau­er­stoff­sät­ti­gung des Blu­tes, Schlaf­sta­di­en und den Atem­fluss misst. Soll­te sich hier­bei der Ver­dacht auf eine Schlaf­apnoe bestä­ti­gen, kann der Pati­ent an ein sta­tio­nä­res Schlaf­la­bor oder an einen spe­zia­li­sier­ten Zahn­arzt zur Anfer­ti­gung einer Zahn­schie­ne über­wie­sen werden.

Schlaf­apnoe Selbst­tests mit­tels App kön­nen Hin­wei­se, aber kei­ne gesi­cher­te Schlaf­apnoe Dia­gno­se geben.

Schlaf­apnoe Ursa­che: Risi­ko­fak­to­ren vermeiden

Risi­ko­fak­to­ren für eine Schlaf­apnoe sind:

  • Erhöh­tes Alter (ab 45 Jahre)
  • Über­ge­wicht
  • hor­mo­nel­le Erkran­kun­gen wie die Schilddrüsenunterfunktion
  • Rau­chen und Alkohol
  • Diver­se Medi­ka­men­te, die eine Mus­kel­er­schlaf­fung herbeiführen

Schlaf­apnoe Behand­lung: Schlaf­apnoe Mas­ke und Gerät

Die Schlaf­apnoe Behand­lung ist abhän­gig vom Schwe­re­grad der Erkran­kung. Manch­mal genügt es, die Lebens­wei­se anzu­pas­sen, um so die Risi­ko­fak­to­ren zu ver­mei­den. Das kann bei­spiels­wei­se eine Gewichts­ab­nah­me sein.

In man­chen Fäl­len der Schlaf­apnoe kann eine „Pro­tru­si­ons­schie­ne“ ange­passt wer­den, die den Unter­kie­fer nach vor­ne zieht und den Kol­laps des Rachens ver­hin­dert. Bei schwe­re­ren Fäl­len kommt die PAP-The­ra­pie (posi­ti­ve air­way pres­su­re) zum Ein­satz. Der Pati­ent schläft hier­bei mit einer Mas­ke, die über einen Schlauch mit einem Gerät ver­bun­den ist. Die­ses erzeugt einen Luft­strom, der den Rachen „schient“, so dass die­ser nicht mehr kol­la­bie­ren kann.

Sind Sie stän­dig müde und möch­ten eine ambu­lan­te Unter­su­chung auf Schlaf­apnoe durch­füh­ren las­sen? Dann rufen Sie uns doch ein­fach an unter der 089–41 31 3 777 oder benut­zen Sie unser Kontaktformular.

Häu­fi­ge Fra­gen zu Schlafapnoe:

Schlaf­apnoe Selbst­tests zum Bei­spiel als App kön­nen Hin­wei­se auf eine Schlaf­apnoe geben aber kei­ne siche­re Dia­gno­se stel­len. Tre­ten Schlaf­apnoe Sym­pto­me wie Schnar­chen, Tages­mü­dig­keit, Kon­zen­tra­ti­ons­stö­run­gen oder Kopf­schmer­zen am Mor­gen auf, ist der Gang zum Arzt rat­sam, um abzu­klä­ren, ob eine Schlaf­apnoe vorliegt.

Abhän­gig vom Schwe­re­grad der Erkran­kung kann Schlaf­apnoe als Behin­de­rung ein­ge­stuft wer­den. Der Grad der Behin­de­rung (GdB) wird dabei indi­vi­du­ell ein­ge­stuft. Die Ein­stu­fung als Schwer­be­hin­der­ter kann je nach Grad mit gewis­sen Vor­tei­len ein­her­ge­hen. Wich­tig ist jedoch, die rich­ti­ge The­ra­pie der Schlaf­apnoe regel­mä­ßig durchzuführen.

Ob Schlaf­apnoe gefähr­lich ist, hängt in ers­ter Linie von der Aus­prä­gung der Schlaf­apnoe ab sowie von der Dau­er der Erkran­kung. Besteht die Schlaf­apnoe bereits seit Jah­ren und es fin­det kei­ne Behand­lung statt, kann sich das in gefähr­li­chen Herz-Kreis­lauf-Erkran­kun­gen äußern. Der nächt­li­che Sau­er­stoff­man­gel kann außer­dem lang­fris­tig Orga­ne wie das Gehirn schä­di­gen. Wei­ter kann durch die Tages­mü­dig­keit her­vor­ge­ru­fe­ner Sekun­den­schlaf zum Bei­spiel beim Auto­fah­ren gefähr­li­che Situa­tio­nen ent­ste­hen lassen.

Schlafapnoe