Pleu­ra­punk­ti­on: Alles Wis­sens­wer­te zur Dia­gno­se eines Pleuraergusses

Pleurapunktion

Bei einer Pleu­ra­punk­ti­on wird mit einer Sprit­ze Flüs­sig­keit aus dem Hohl­raum zwi­schen Lun­ge und Rip­pen­fell ent­nom­men. Was sich schmerz­haft anhört, ist nicht unan­ge­neh­mer als eine her­kömm­li­che Blut­ent­nah­me. Zwar bestehen gewis­se Risi­ken, jedoch tre­ten Kom­pli­ka­tio­nen bei einem erfah­re­nen Arzt sel­ten auf.

Lei­den Sie unter einem Pleuraer­guss und möch­ten die­sen durch eine Pleu­ra­punk­ti­on abklä­ren las­sen? Unse­re Pra­xis ist für Sie da. Unter der Ruf­num­mer 089–41 31 3 777 oder über unser Kon­takt­for­mu­lar kön­nen Sie einen Ter­min mit unse­ren Spe­zia­lis­ten vereinbaren.

Not­wen­dig­keit einer Pleurapunktion

Eine Pleu­ra­punk­ti­on ist häu­fig die ein­zi­ge Mög­lich­keit, Gewiss­heit über die genaue Ursa­che eines Pleuraer­gus­ses zu erhal­ten. Gleich­zei­tig schafft die Pleu­ra­punk­ti­on Lin­de­rung, wenn sich bereits gro­ße Men­gen Flüs­sig­keit in der Pleu­ra­höh­le ange­sam­melt haben und Atem­not ver­ur­sa­chen. Dem­nach kön­nen der Pleu­ra­punk­ti­on sowohl eine dia­gnos­ti­sche als auch eine the­ra­peu­ti­sche Not­wen­dig­keit zugrun­de liegen.

Vor­be­rei­tung der Pleurapunktion

Für die Vor­be­rei­tung einer Pleu­ra­punk­ti­on ist es wich­tig, dass die ent­spre­chen­de Aus­rüs­tung bereit­liegt. Im Detail sind das:

  • Punk­ti­ons­na­del und Katheter
  • Des­in­fek­ti­ons­mit­tel, ste­ri­le Hand­schu­he und Abdeckungen
  • Absperr­hahn für die Regu­lie­rung der Flüssigkeitsentnahme
  • Behäl­ter bzw. Sam­mel­beu­tel zum Auf­fan­gen der Flüssigkeit
  • Wund­ver­band
  • Ultra­schall­ge­rät

Pleu­ra­punk­ti­on Durchführung

Für die Pleu­ra­punk­ti­on befin­det sich der Pati­ent in einer auf­recht sit­zen­den Posi­ti­on. Par­al­lel zum Ein­griff erfolgt eine Ultra­schall­un­ter­su­chung, um etwa­ige Risi­ken, wie den Pneu­mo­tho­rax, früh­zei­tig zu unter­bin­den. Sobald die pas­sen­de Injek­ti­ons­stel­le gefun­den ist und die rest­li­chen Vor­be­rei­tun­gen abge­schlos­sen sind, wird mit einer Sprit­ze in den Pleura­raum vor­ge­drun­gen, bis sich Flüs­sig­keit absau­gen lässt. Anhän­gig vom Ziel der Pleu­ra­punk­ti­on wird dem Pati­en­ten unter­schied­lich viel Flüs­sig­keit ent­nom­men. Im Vor­feld und auch wäh­rend des Ein­griffs wird der behan­deln­de Arzt Anwei­sun­gen zur rich­ti­gen Atmung geben.

Risi­ken einer Pleurapunktion

Die Pleu­ra­punk­ti­on ist poten­ti­ell mit gewis­sen Risi­ken ver­bun­den. Zu den Haupt­kom­pli­ka­tio­nen gehö­ren der Pneu­mo­tho­rax (Lun­gen­kol­laps) und Blu­tun­gen. Kom­pli­ka­tio­nen tre­ten aller­dings nur sehr sel­ten auf.

Pleurapunktion

Wie lan­ge gestal­tet sich der Kran­ken­haus­auf­ent­halt bei einer Pleurapunktion?

Ein län­ge­rer Kran­ken­haus­auf­ent­halt nach einer Pleu­ra­punk­ti­on ist nicht zwin­gend erfor­der­lich. Je nach Befin­den und all­ge­mei­ner Kon­sti­tu­ti­on des Pati­en­ten kann eine Pleu­ra­punk­ti­on auch ambu­lant durch­ge­führt werden.

Häu­fi­ge Fra­gen zur Pleurapunktion:

Die Punk­ti­ons­stel­le wird sono­gra­phisch iden­ti­fi­ziert und ist abhän­gig vom Volu­men des Ergus­ses. Wich­tig ist, weder Leber, Milz noch die Lun­ge zu ver­let­zen. Als Emp­feh­lung für eine Pleu­ra­punk­ti­on gilt der Raum ober­halb der sieb­ten oder ach­ten Rippe.

Han­delt es sich um eine Pleu­ra­punk­ti­on mit einer dia­gnos­ti­schen Indi­ka­ti­on ist die Pleu­ra­punk­ti­on in der Regel nur ein­mal not­wen­dig, inso­fern genü­gend Pro­ben­flüs­sig­keit zur Ana­ly­se ent­nom­men wer­den kann. Han­delt es sich dage­gen um eine the­ra­peu­ti­sche Indi­ka­ti­on, kann die Pleu­ra­punk­ti­on sooft not­wen­dig sein, bis der Pleuraer­guss abge­heilt ist und sich kei­ne Flüs­sig­keit mehr in der Pleu­ra­höh­le sammelt.

Bei einer Pleu­ra­punk­ti­on ist der Stich durch das Rip­pen­fell mit der Nadel schmerz­haft wie bei einer Blut­ent­nah­me. Wäh­rend und nach der Flüs­sig­keits­ent­nah­me ent­ste­hen hin­ge­gen kaum nen­nens­wer­te Schmerzen.